Holzrahmenkonstruktion — wie ein modernes Holzhaus aufgebaut ist
Sehen Sie, woraus eine moderne Holzrahmenkonstruktion besteht: KVH C24-Holz, Mineraldämmung, Dampfsperre, Installationsraster und Verkleidung. Vollständiger skandinavischer Wandquerschnitt.

Ein modernes Holzrahmenhaus ist viel mehr als „in paar Balken mit Blech“. Der vollständige Wandquerschnitt besteht aus 9–11 sorgfältig gewählten Schichten, die zusammen eine Lebensdauer über 100 Jahre, Energieeffizienzklasse A+ und akustischen Komfort wie im Mauerwerksbau bieten. Hier ist, was genau in der Wand eines Wood Solutions Hauses steckt.
KVH C24 Holzrahmen — das Herz der Konstruktion
Das Herz jedes Hauses ist ein tragender Rahmen aus KVH C24 Konstruktionsholz (gleiche Klasse wie im skandinavischen Premium-Bau). Das Holz ist vierseitig gehobelt, kammergetrocknet auf 12–15% und an Verbindungen keilgezinkt.
Standardmodul: 45 × 195 mm im Raster 600 mm — für skandinavische und Passivhäuser 45 × 245 mm. C24 hat Biegefestigkeit 24 N/mm², das hält extreme Schneelasten der Zone IV (1–1,6 kN/m²).


Wandschichten von außen nach innen
Eine perfekte skandinavische Wand muss vier Probleme gleichzeitig lösen: Wärmedämmung, Schutz vor äußerem Wasser, Sperren von Wasserdampf von innen und Installationsführung ohne Folienverletzung. Unser Standardaufbau:
- Fassadenverkleidung — Lärche, Zeder, HPL-Platte oder Dünnputz; Wahl des Kunden.
- Hinterlüftung 30–40 mm — „Rainscreen“-Entwässerung hinter der Verkleidung.
- Diffusionsoffene Membran (z.B. Tyvek HouseWrap) — stoppt Wasser, lässt Dampf raus.
- OSB-3 oder externe MDF-Platte 12 mm — Steifigkeit und Basisluftdichtheit.
- KVH C24 Rahmen 45 × 195/245 mm gefüllt mit Mineralwolle λ=0,032 W/(m·K) oder Holzfaser.
- Dampfsperre Sd ≥ 100 m — vollständig dicht verklebt von innen.
- Installationsraster 50 mm — hier verlaufen Kabel, PEX-Rohre, Steckdosen — Dampfsperre bleibt unversehrt.
- Fermacell Gipsfaser 12,5 mm oder Gipskarton — Untergrund für Anstrich/Tapete.
Installationsraster — absolut notwendig
Jedes Loch in der Dampfsperre ist eine potentielle Kondensbrücke. Wenn der Elektriker eine Steckdose direkt durch die Folie befestigt, entsteht ein punktueller Feuchtetrichter. Nach 5–10 Jahren — Schimmel, KVH-Fäule, Dämmverlust.
Das Installationsraster löst das elegant: hinter der Dampfsperre installieren wir 50 mm Latten, in denen die gesamte Elektrik und Sanitärinstallation läuft, während die Folie unberührt bleibt. Diese 50 mm bringen zusätzliche Dämmung und verbessern den Wand-U-Wert um ~0,02 W/(m²K).
Holzbalkendecke — I-Träger statt klassischer Sparren
Bei Decken nutzen wir I-Träger mit LVL-Gurten und OSB-Steg. Sie sind steifer als klassische Sparren, eliminieren das „Knarren“ (typisches Problem alter Holzhäuser) und ermöglichen Spannweiten bis 6 m ohne Zwischenstützen. Standard: 50 × 240 mm Balken, 100 mm akustische Mineralwolle.
Dach — 6 Schichten statt 3
Standarddach: Betondachziegel, Latten, pro clima SOLITEX MENTO 5000 Membran, Sparren 245 × 45 mm mit ROCKWOOL Varirock 036 — 260 mm Dämmung, Dampfsperre, 50 mm Untersparren-Raster und Endgipskarton. U = 0,13 W/(m²K), Phasenverschiebung 12,6 h.
Was unterscheidet skandinavische von polnischer Konstruktion?
Drei Schlüsselelemente: (1) dickere Dämmung (245 mm vs 150 mm), (2) obligatorisches Installationsraster (im polnischen Standard oft weggelassen), (3) Premium-Dampfsperre Sd > 100 m (vs typische 0,2 mm Folie in PL). Deshalb erfüllen unsere Häuser norwegische TEK17 und schwedische BBR — die strengsten in Europa.



